Atomkraft? Nein Danke!
     
Im Juni 2008 kündigte die CDU an, sie werde die "friedliche Nutzung der Atomkraft" zum Thema ihres Bundestagswahlkampfes im September 2009 machen. Im Jahr zuvor hatte es aus den Reihen der CSU auch schon mal Forderungen nach dem Bau neuer Atomkraftwerke gegeben. Am 14. August 2008 verkündete Herr Huber (CSU, damals Parteivorsitzender ) jedoch plötzlich, ein Neubau von Atomkraftwerken stünde "derzeit nicht zur Debatte". Möglicherweise waren dem Rückzug unionsinterne Diskussionen vorangegangen. CDU und CSU bekräftigten jedoch ihren Entschluss, den Weiterbetrieb der bestehenden Atomkraftwerke durchsetzen zu wollen. Wäre ihnen das entgegen aller Widerstände der Anti-Atomkraft-Bewegung - die ihren Widerstand im Laufe des Jahres 2010 eindrucksvoll demonstrierte - endgültig gelungen, dann hätte sich später ja vielleicht auch einmal herausgestellt, was mit es mit der Aussage Herrn Hubers, ein Neubau von Atomkraftwerken stünde derzeit nicht zur Debatte, auf sich hatte - aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben!

Wie auch immer: Mit ihrer Ankündigung verließen die CDU und die CSU den Konsens zum Ausstieg aus der Nutzung der Atomkraft. Als Argumente für eine "Renaissance der Atomkraft" wurden der Klimaschutz und die unaufhörlich steigenden Preise für die fossilen Energieträger Erdöl und Erdgas, sowie eine neu einzuführende Brennelementesteuer ins Feld geführt. Es gab sogar Stimmen aus der CDU/CSU, welche uns
die Atomkraft im gleichen Atemzug mit der Wind- oder Solarenergie als "Öko-Energie" schmackhaft machen wollten. Angesichts dessen, dass der hochradioaktive Atommüll noch für mehrere Milliarden Jahre eine tödliche Gefahr für die Umwelt darstellen wird, war dieser gezielte Missbrauch des Begriffs "Öko-Energie" ein Schlag mit der Faust ins Gesicht all derjenigen in unserem Lande, denen daran gelegen ist, ihren Kindern und allen Nachfolgenden Generationen auf unserem Planeten eine intakte Heimat zu hinterlassen ... - soweit das aus heutiger Sicht überhaupt noch möglich ist.

Der Begriff "Sicherheit" wird in Wort- und Schriftbeiträgen von Politikern aus CDU, CSU und FDP im Zusammenhang mit "unseren deutschen Atomkraftwerken" auffallend oft und in allen möglichen Variationen verwendet ... - gerade so, als würde man damit alle Sicherheitsbedenken und die Ängste vor gesundheitlichen Schäden als Folge von Atomunfällen wegbeten können. Das einzige was wirklich sicher ist, das ist die Tatsache, dass der Betrieb der Atomkraftwerke eine permanente Bedrohung der Bundesrepublik