Der vom Bremer Baukonstrukteur Simon Loschen (1818-1902) entworfene
Wasserturm im Stadtpark Lehe stammt aus dem Jahre 1852. Er ist aber nicht
der erste Wassertum, der in Lehe errichtet wurde.

In seiner Nachbarschaft stand auf dem Grundstück des heutigen Sparkassen-
gebäudes bereits seit 1838 der Wasserturm des Maurermeisters Eits. Auf
einem 15 m hohen Holzgerüst war der Wasserbehälter montiert, der mithilfe
eines Pferdegöpels aus einem Brunnen unter dem Turm befüllt wurde. Mit dem
neuen Wassertum und dem von einer Dampfmaschine betriebenen Pumpwerk der Familie Schwoon hatte die Firma der Familie Eits einen ernsthaften Konkurenten bekommen.

Dieser Zustand währte jedoch nur einige Jahre: Nach der Hochzeit ihrer Kinder
fusionierten die beiden Familienunternehmen. Ab 1870 begannen sie gemeinsam,
die ursprüngliche Wasserleitung der Familie Eits, die vom alten Wasserturm in
dem damals eigenständigen, zum Königreich Hannover gehörenden Flecken
Lehe bis zu einer Zapfstelle im damaligen "Bremerhaven" verlegt worden war, und
das Leitungsnetz der Familie Schwoon zu einem Wasserleitungsnetz auszubauen.